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Strg c, Strg v. Aus einer technischen Tastenkombination des Computers ist eine Kultur entstanden, die uns alle prägt. Und die wir prägen. Copy Paste Reality bedeutet eine Realität, konstruiert aus Kopien. Kopien, die durch Einbringung von Persönlichkeit und Haltung zu eigenständigen Versionen werden. Ich bin das Medium für copy paste, nicht der Computer. Ich sauge etwas auf (copy) und kann nicht anders, als es so wiederzugeben, wie ich bin (paste). Ich filtere es durch meine Persönlichkeit, ich interpretiere es, ich binde es in meine Welt und mich in diese Realität ein. Wo sich etwas Technisches, Digitales in ein Merkmal zur Realitätskonstruktion gewandelt hat und sich dadurch mit Leben füllt, entsteht eine neue Lebeneinstellung. Copy Paste ist als Kulturtechnik ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Im Spielfeld von Copy Paste Reality dreht sich alles um Strategien des Sichtbarmachens, die Phantasie verschiedener Köpfe und um die Individualität in der Differenz der Uniformierung. Copy Paste Reality bewegt sich zwischen Anneignungs- und Verfremdungsmechanismen, zwischen Analogem und Digitalem. Copy Paste Reality steht für den Willen zum Selbstausdruck inmitten eines partizipatorischen Kulturverständnisses und für das Erobern neuer, entstehender Kulturräume. Copy Paste Reality schlägt die Brücke zwischen Karaoke und Authentizität, Adaption und Identität im Kopierverfahren.

Das Projekt «Copy Paste Reality» umfasst die Konzeption und Umsetzung eines gedruckten Magazins mit angeschlossener Web-Plattform. Das Magazin beschäftigt sich mit aktuellen Trends wie Prosuming, do it yourself-Strategien, Kult der Amateure, Customizing, usw. Verschiedene Phänomene in diesem Themenfeld werden vorgestellt und inhaltlich genutzt, an Hand von Aufgabenstellungen hier auf der Website weitergetrieben und ausprobiert. Das Magazin fängt Interneterscheinungen ein, die spielerisch mit copy paste umgehen. Es versucht sie in einem analogen Medium festzuhalten, um sie aus dem System der Verlinkung und Schnelllebigkeit auszubetten. Diese Phänomene sind Zeichen des Zeitgeistes; es lohnt sich näher hin zu sehen. Copy Paste Reality Magazin lehnt an das Web 2.0-Schlagwort user-generated content an, bietet interaktive Formen und hat einen partizipatorischen Aspekt. Es widmet sich der individualisierten und tätkräftigen Masse und zeigt deren Kreativitätsformen auf. Das Projekt versteht sich als Experiment zu populärer Kreativität und Selbstausdruck. Dabei entsteht eine Sammlung von verschiedenen Wahrnehmungen und Wirklichkeiten. Die Masse ermöglicht es, kleine Aufgaben zu Ereignissen hoch zu stilisieren.

Studycase: es gibt einen redaktionellen Inhalt, der aufzeigend und beschreibend funktioniert (Reportagen, Interviews, populärwissenschaftliche Texte usw.), basierend auf einem phänomenologischer Zugang. Showcase: hier werden dem Leser Aufgaben gestellt, wie auch Einsendungen vorheriger Aufgaben veröffentlicht. Somit ist das Magazin eine Art kuratierte, moderierte Form der Webseite. Shortcuts, imprssions und talk sind weitere Rubriken, die den Inhalt ergänzen.

Die Website dient als Sammelbehälter und als Archiv, in dem alle Aufgabenstellungen mit den dazugehörigen Einsendungen einsehbar sind. Primäre Funktion der Website ist, dass sie ein Interface zwischen Magazin und User/Leser darstellt. Dieser kann hier seine Arbeiten direkt hochladen.

Lass Dich inspirieren von den Aufgaben (unter assignments) und bereichere die Sammlung der Versionen mit deiner Persönlichkeit. Die Teilnahme ist ganz einfach. Registriere Dich unter upload und lade zum jeweiligen assignment deinen Beitrag hoch. Für die aktuelle Ausgabe des Magazins wurden bereits Einsendungen der ersten drei assignments ausgwählt und abgedruckt. Für folgende assignments besteht jedoch die Möglichkeit, dass deine Arbeit ins Magazin eingebunden wird.

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